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Mal gut, mal deppert

September 11, 2011

Mal läuft es richtig gut, mal richtig deppert. So ziemlich alles hatte dieses zweite Wochenende Bordeaux. Womit fängt man an? Natürlich mit allem Schlechten, da es hinterher leichter ist sich an den guten Dingen aufzubauen und wieder halbwegs positiv in den Tag zu schauen. Oder vielleicht mit den Dingen, bei denen man sich nicht so recht entscheiden kann? Da wär das gestrige Fußballspiel ein Paradebeispiel: 0:0 das Endergebnis, die Darbietung auf dem Platz (mit Ausnahme von Frankreichs drittem Torwart Cedric Carrasso und dem arg alleine gelassenem Jaroslav Plasil) eher dürftig. Und doch fand ich es nicht so dramatisch, da der erste Besuch im Stade Chaban-Delmas doch etwas magisches hat. Man weiß auf Anhieb, welches Stadion einem gefällt und welches nicht. Und das Chaban-Delmas mit seinem alten Flair gehört für mich in die erste Liste.

Nun gut, da macht aber auch nicht wett, dass ich bei der Beschaffung einer französischen Prepaid-Karte (die „carte prépayée“, wie es ohne Anglizismen heißt) mehr Geld als nötig verloren habe, weil ich schlicht bei der Aktivierung des mobilen Internets nicht darauf geachtet habe, was eigentlich zu beachten ist. Wer jemals auf die Idee kommt, bei einem längeren Auslandsaufenthalt als Internet-Süchtiger (also wie ich) einen Tarif zu suchen, der für das Smartphone passt: Macht es nicht so wie ich, sucht ein Internetcafé auf. Oder passt darauf auf, dass Ihr ja direkt nach dem ersten Aufladen des Kontos eine Mobil-Flatrate bucht und bloß darauf achtet, ob das Angebot auch das Abrufen von E-Mails beinhaltet. Das wird es nämlich nicht.

Was hingegen noch gut war: Das Gratisessen am Place de la Victoire. Ein Pastahersteller besetzte seit circa einer Woche den wirklich schönen Platz, auf dem Triumpfbogen und Schildkrötenstatuen residieren, mit einer größeren Baustelle. Für den nicht gerade schönen Anblick beim morgentlichen Fahren mit der Straßenbahn, gab es dafür wenigstens Pasta und Pesto en masse zum kostenlosen Probieren. Dass die Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich doch nicht so groß sind, bewies dieses Werbespektakel: Wo es was umsonst gibt, tummeln sich die Menschen.

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